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Natürlich
ist Rügen zu jeder Jahreszeit schön, aber mir gefällt die Insel am
besten im Frühling, wenn der – frei nach Mörike (1804-1875) – sein
blaues Band flattern läßt. Wer Lust hat, Flora und Fauna in dieser
herrlichen Zeit mit allen Sinnen zu erfahren, der sollte mit dem Revierförster
Merting Bekanntschaft schließen. Er ist ein guter Freund von mir und
führt Mittwoch morgens Wanderungen vom Hotel zum Königsstuhl durch wenn
einige Interessierte zusammenkommen. Dabei kann er Sie auf alle
Schönheiten aufmerksam machen, auch auf den Tierreichtum unseres Waldes.
Wenn Sie dabei dann trotzdem keinem Reh oder Hirsch begegnen, haben Sie
einfach etwas Pech gehabt.
Februar:
zuerst kommen die Leberblümchen – ihnen folgt im
März
das Lungenkraut und Ende des Monats blühen die weißen und gelben
Anemonen.
April:
Die Buschwindröschen oder weißen Anemonen blühen bis weit in den April.
Auch Goldstern, Schlüsselblume, Lerchensporn und Scharbockskraut
begrüßen den Frühling. März und April sind eine ganz besondere
Jahreszeit auf Rügen, weil die Sonne durch das knospende Grün des Waldes
auf den Boden scheint und diesen grünen und blühen läßt.
Mai:
Vielleicht die schönste Zeit auf Rügen, in diesem Monat blüht der Raps
gemeinsam mit den Kastanien. Das Gelb des Rapses, das Grün der Bäume und
Felder und das Blau des Wassers sind die Erkennungsfarben für
Mecklenburg-Vorpommern.
Juni:
Der Sommer wird begrüßt von Klatschmohn und Kornblumen und weckt
Erinnerungen an die Kindheit. An bunte Sommer-Sträuße und Kränze in den
Haaren der Mädchen.
Natürlich ist die Natur auf Rügen unendlich viel
reicher, aber die Landschaft prägenden Zeiten sind die
vorgenannten.
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